Evidenzbasierter Fledermausschutz: Tagung in Berlin


Den Vorwurf "denn sie wissen nicht, was sie tun" hört man zuweilen auch aus Fledermausschutzkreisen, denn es werden manchmal Massnahmen umgesetzt, wofür das Know-How aus dem "Hörensagen" stammt. Um Kosten zu sparen wird zudem auf Erfolgskontrollen verzichtet. Eine Tagung am 17. und 18. März 2018 in Berlin widmete sich deshalb ganz dem Thema "evidenzbasierter Fledermausschutz". Die Stiftung Fledermausschutz war mit zwei Postern präsent.


 

 

 

 

 

 

 

 

"Evidenzbasierter Naturschutz bedeutet Schutz der Natur, der auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden beruht. Kern eines solch evidenzbasierten Artenschutzes ist es, stetig bestehendes Wissen und Methoden zu validieren und zu verifizieren, um bestmöglich den Erhaltungszustand einer Art zu bewerten und Schutzmaßnahmen stetig wirksamer zu gestalten. Wesentliches Werkzeug hierfür ist das Zusammenführen von bestehendem Wissen zur Beurteilung der Wirksamkeit einer Methode und eine Verfahrensweise, die das Testen der Effizienz einer Maßnahme erlaubt."

Rund 270 Personen vorwiegend aus dem deutschsprachigen Raum nahmen an dem zweitägigen Anlass teil und liesssen sich über eivdenzbasierten Fledermausschutz informieren. Thematisiert wurden z.B. Gebäudesanierungen, Monitoring, Strassenbau, Lichtverschmutzung und Forstwirtschaft. In einleitenden Referaten wurde zu jedem Thema eine Synopsis vorgestellt, welche auf der Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen praxisorientierte und Erfolg versprechende Handlungskonzepte präsentierte.

Weitere Informationen zur Tagung hier.

Die Beiträge der Stiftung Fledermausschutz:
- Poster Mausohrmonitoring (pdf, 3'800kB)
- Poster Langohrmonitoring (pdf 1'300kB)